Mobiles Bezahlen im Alltag

Neues Hemd, neue Schuhe, neue Handtasche – Mode ist immer schnelllebiger. War es bis vor einigen Jahren noch üblich, dass sie sich zumindest ein Jahr lang hielt, entstehen und manche Trends innerhalb einer einzigen Saison. Und die schönsten Stücke findet man natürlich immer dann, wenn man gerade nichts Bares in der Tasche hat. Aber zum Glück liefert die unser rasantes Zeitalter ja neben Modetrends auch jede Menge technische Neuerungen, die versprechen, derartige Mißgeschicke künftig auszumerzen.  

In Punkto mobiles Bezahlen hat sich einiges getan. Portemonnaies voller Kleingeld dürften dadurch früher oder später aus der Mode kommen - um es mal so zu sagen. Die bargeldlose Zahlung der Zukunft läuft über Smartphone, Internet - und NFC Technik. NFC steht für Near Field Communication - zu Deutsch "Nahfunk Kommunikation". Ins Spiel kommt NFC bei der Datenübertragung zwischen Handy und Kassen oder Kreditkarten-Terminals in Läden und Restaurants.

Auf dem Handy läuft eine App eines Online Zahldienstes - und ein winziger NFC Chip in einem Sticker, der einfach aufs Handy aufgeklebt wird, übernimmt die Übertragung der Daten zwischen Zahldienst und Ladenkasse. In der Praxis wird das Handy nur in der Nähe des Terminals kurz hin und her geschwenkt, und schon ist es passiert - Online und Offline Aktionen verschmelzen so zu einem einzigen Prozess. Benötigt wird NFC Technik also nur bei Einkäufen in in der "wirklichen Welt". Beim Shoppen im Online-Shops im Internet erledigt die App den ganzen Job - ohne die lästige Eingeberei von persönlichen Daten.

Wohlgemerkt stellen mobile e-Wallet Zahldienste keine direkte Verbindung zur Bank her. Sie funktionieren nach dem Prepaid-Prinzip: man kann jeweils nur so viel Geld ausgeben wie man zuvor auf das Konto des Dienstes geladen hat. Das sorgt für Sicherheit online wie offline - sowie gegebenfalls auch für die nötige Selbstdisziplin. Gerade für den Umgang mit kleinen Beträgen ist diese Lösung äusserst vielversprechend. Auch lässt sich mit Hilfe der App Geld in Windeseile zwischen verschiedenen Konten übertragen - alltägliche Vorgänge wie Geld einsammeln unter Freunden für eine Party oder einen Ausflug bekommen durch e-Wallets eine neue Dimension.

Von selbst versteht bei alldem natürlich, dass es nun noch weiteren guten Grund gibt, warum man sein Smartphone keinesfalls verlieren sollte - neben dem Apparat ist dann unter Umständen nämlich auch der hinterlegte Betrag futsch. Das Konto lässt sich natürlich sperren, wenn man den Verlust früh genug bemerkt. Aber 100% unverlierbare Handys wurden  - bis auf weiteres - noch nicht erfunden.